Mädesüss – pflanzliches Aspirin

Mädesüss – pflanzliches Aspirin

Mädesüss- noch nie gehört! Kennen Sie vielleicht Wiesenkönigin, Spier, Wiesengeissbart, Bocksbart , Honigblüte, Beietrost, Metkraut? Hier handelt es sich immer um dieselbe Pflanze, und nur der lateinische Name bringt Klarheit, er lautet filipendula ulmaria, früher spirea ulmaria.

Vor 150 Jahren entdeckten Forscher in der Weidenrinde und der Spierstaude reine Salicylsäure, und einige Jahre später gelang erstmals die synthetische Herstellung von Acetylsalicylsäure. Dieses bahnbrechende Mittel wurde Aspirin genannt, a-spirea , abgeleitet von Spierstaude.

Die Salicylsäuredroge ist Schweißtreibend durch seine Wirkung auf die Prostaglandine (Botenstoffe im Gewebe, die sozusagen Schmerzen melden). Das Mädesüß bringt durchaus eine solche Salicylsäurewirkung. Der Flaconoidgehalt ist aber auch ausreichend, um zusätzlich eine immunaktivierende Wirkung erwarten zu können, was bei einer Grippe immer von Vorteil ist.

Dass die entsprechende Flüssigkeitszufuhr durch den Tee harntreibend und damit allgemein entgiftend ist, zeigt nur insgesamt den Vorteil von Naturmitteln in Form von Tee. Zusatz von Zitronensaft, um einen Vitamin C Verlust durch die Salicylsäure auszugleichen, ist nur bei Verwendung von reiner Acetylsalicylsäure nötig. Da Vitamin C Zufuhr aber zur Aufrechterhaltung des Immunsystems notwendig ist, ist Zitronensaft überhaupt empfehlenswert. Neben der Vitamin C Wirkung bringt er nämlich über die Fruchtsäuren eine leichte darmmobilisierende Wirkung und außerdem hat Zitronensaft, obwohl primär chemisch gesehen eine Säure, eine entsäuernde Wirkung auf das Gewebe, was auch wieder zur Stärkung des Immunsystems beiträgt.

Wie sieht denn das Mädesüss aus und wo wächst es?
Die bis 1 m hohen, mehrjährigen Pflanzen mit den schwebenden weißen bis crèmefarbigen Blütenwolken, rötlichem Stängel und mandelähnlichem herbem Geruch finden Sie massenweise an feuchten Stellen, entlang an Bachufern oder Gräben bis auf 1500 m Höhe, sehr wahrscheinlich auch in der Nähe Ihres Wohnortes. Suchen Sie es, denn meine Erfahrungen bestätigen: das Mädesüss verdient es, wieder entdeckt zu werden!
Die Inhaltstoffe von Mädesüss sind ätherische Öle mit Salicylaldehyd und Methylsalicylat, Flavonoide, glykosidische Duftstoffe und Gerbstoffe.

Anwendungen von Mädesüss als Tee im Aufguss, 5 bis 10 Minuten ziehen lassen, im Akutstadium einer Grippe 3 bis 4 Tassen täglich. Wirkt hervorragend schnell.

Eigenschaften und Unterstützung zur additiven Anwendung:

blutreinigend, entgiftend, entzündungshemmend, harntreibend, schmerzstillend, schweißtreibend, Blasenprobleme, Darmprobleme, Erkältungen, Grippe, Fieber,
Magenprobleme, Nierenprobleme, Rheuma, Schmerzen, Migräne, Kopfschmerzen,
Wassersucht, Ödeme.

Holen sie sich in der Apotheke oder Drogerie das Mädesüss oderWiesengeißbartkraut geschnitten genannt und probieren sie es aus. Vergessen sie den Schnupfen, Kopfweh oder Grippe. Mädesüss wird es ihnen danken.

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