Erdmandel

Erdmandel

Küchenapotheke Erdmandel

Für den Botaniker gehört die Erdmandel (Cyperus esculentus) zu den „Unkräutern“, die aus warmen Ländern zugewandert sind und den einheimischen Pflanzen das Leben schwer machen. Für Gesundheitsbewusste aber ist das Zyperngras Gewächs, dessen braune, unterirdisch wachsende Knollen essbar sind, ein kulinarisches AHA Erlebnis. Endlich etwas Gesundes, das sich in köstliche Speisen verarbeiten lässt und auch roh wunderbar schmeckt.

Die Erdmandeln oder, wie sie in England heißen, Tigernüsse, sind eng mit dem Papyrus verwandt, aus dessen Halmen wertvolles Papier entsteht. Die Erdmandel Pflanze ist kleiner und hier sind es die Knollen an den feinen Wurzeln, die verwendet werden. In vielen Ländern der Welt, in Europa vor allem in Spanien und Italien, isst man sie bereits seit Jahrhunderten.

 

In den Knöllchen speichert die Pflanze Reserven, die ihr Überleben in mageren Zeiten sichert. Gut für uns, denn die wunderbaren Enzyme und Sekundärstoffe stehen uns nach der Ernte in vollem Umfang zur Verfügung. Unter einer dünnen braunen Haut befindet sich weißes Fleisch, das ähnlich schmeckt wie eine zarte Nuss. Man kann die etwa haselnussgroßen Knollen mahlen und wie gemahlene Nüsse verwenden.

Vielleicht wird es auch bei uns einmal so warm, dass die Erdmandel den Winter überleben kann. Im Mittelalter hat es die Erdmandelkultur schon gegeben. Regional waren die Winter damals offenbar wärmer als heute. Wenn kein Frost mehr zu erwarten ist, könnte man Erdmandeln pflanzen und erntet Ende Herbst, wenn das Gras gelb geworden ist. Großflächiger Anbau (biologisch) gibt es in Spanien, in Ungarn und in Italien. Bei uns laufen Versuche. Die Ernte ist schwierig, denn es muss mit eigenen Geräten zuerst die oberste Bodenschicht abgetragen werden, daraus siebt man dann die braunen Knollen. Im Hausgarten gräbt man die Grasbüschel aus und schwemmt die Erde mit einem Wasserstrahl weg. Dann trocknet man die Knollen.

Sie sind bis zu 2 Jahre keimfähig und auch genießbar. Aus einer Mutterknolle können bis zu 1000 neue Knollen entstehen.

 

Heilnahrung für Magen und Darm:

Erdmandel Mehl: Die einfachste Möglichkeit, sich mit den gesunden Inhaltstoffen der Pflanze zu versorgen, ist das bereits fertig gemahlene Erdmandel Mehl. Es ist praktisch zu verwenden. Täglich 3 Esslöffel in Joghurt, Salaten, Hafermilch, Sojamilch, Müsli oder Obstspeisen bringen großen Gesundheitsnutzen. Beim Kuchen backen kann es wie normale Nuss (Mandel, Haselnüsse, Walnuss) eingesetzt werden. Als bei einem Backversuch ausschließlich Erdmandeln anstatt der empfohlenen Nüsse verwendet wurde, war das Lob groß und es gab jede Menge anfragen wegen des Rezepts.

Rezept: Horchata aus Chufa:

Chufa ist die spanische Bezeichnung der Erdmandel, Horchata der Name der Erdmandel Milch, die ein Valenzia Besucher in Variationen angeboten bekommt: gefroren oder als eiskaltes Erfrischungsgetränk. Es besteht aus Erdmandeln, Zucker und Wasser.

½ kg Erdmandelmehl mit etwa ¼ kg Rohrzucker oder Honig, 1 in Teile geschnittene Biozitrone und 2L. Wasser vermengen. Mit dem Mixer (Stabmixer) pürieren, bis auch die Zitronen Mus geworden sind. Über Nacht ausziehen und quellen lassen. Durch ein feines Sieb laufen lassen und eingekühlt oder gefroren servieren.

Gegen den Zahn der Zeit:

Vorzeitiges Altern hat seinen Grund im Verschleiß des Immunsystems. Zellschutz ist also oberstes Gebot und die Erdmandel Mineralstoffe wie Zink, Mangan, Eisen, Magnesium und Kalium helfen dabei. Erdmandeln sind extrem kaliumreich. Kalium sorgt für pralle Haut, der Wassergehalt der Zellen wird optimal gesteuert. Die Nährstoffbilanz wird durch Biotin (Vitamin H – wichtig für Fettstoffwechsel, Haut und Nerven) und Rutin (Vitamin P – Nahrung für die Venen) aufgewertet.

Herzschützendes Lebensmittel:

Die Erdmandel, so der Arzt DDR. Walter Schwarz aus Bad Wörishofen, ist eine „Überlebens“ Nahrung. Sie versorgt mit herzschützenden Fettsäuren und der hohe Anteil am Radikalenfänger Vitamin E ist nicht nur für Diabetiker empfehlenswert, Zuckerkranke profitieren aber auffallend.

 

Faser- und energiereich:

Erdmandeln sind bei Verdauungsstörungen ein Labsal, sie haben leicht abführende Wirkung und helfen bei Krämpfen und Entzündungen im Darm, selbst in schweren Fällen. Rekonvaleszente und ältere Menschen, Magen- und Darmkranke haben hier ihre Heilkost zur Hand. Zum Verdauungssystem gehören Magen, Leber, Bauchspeicheldrüse, Gallenblase und der Darm.

Reduktionskost:

Auch wenn man es nicht glaubt, die Erdmandel reduziert das Hungergefühl deutlich! Wahrscheinlich deshalb, weil sie den Körper mit schnell verfügbaren Enzymen, Vitaminen, Eiweiß und Fettsäuren versorgt, die in anderen Nahrungsmitteln nicht in dieser Form vorliegen. So garantiert die Erdmandel bei einer Diät optimale Nährstoffversorgung bei gleichzeitig reduzierte Kalorinaufnahme.

Nussallergie:

25% essenzielle Fettsäuren, 7% Protein und ein hoher Vitamin E Gehalt machen die Erdmandel zu einem wunderbaren Ersatz von Nüssen.

Spezialitäten zur Abwechslung für den Speiseplan:

Das Erdmandelfrühstück: mit zerdrückten Bananen, geriebenem Apfel, dem Saft einer halben Zitrone und 4 Teelöffel Erdmandeln, mit Kiwi garniert.
100 g Erdmandeln = 1635 kj = 386 kcal = 2,6 BE

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